Seit 1855 setzen wir uns für Menschen ein, die am Rand der Gesellschaft stehen. Gemeinsam mit engagierten Mitarbeitenden begleiten wir Mädchen und Frauen, deren Würde bedroht ist, die Gewalt erfahren haben, in Not geraten oder auf der Flucht sind und halten so den Auftrag unserer Gründerin Antonia Werr lebendig. Zu unseren Vorbildern gehören außerdem Franziskus und Klara von Assisi, die sich solidarisch für ausgegrenzte Menschen und die Schöpfung einsetzten.
Wir glauben an einen Gott, der Mensch wurde und sehen in jedem Menschen ein Kind Gottes: einzigartig, wertvoll und geliebt.
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Studie zu sexualisierter Gewalt – Betroffene und Zeitzeug:innen gesucht
Die Oberzeller Franziskanerinnen haben das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim damit betraut, wissenschaftlich zu untersuchen, in welchem Ausmaß sexualisierte Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Erwachsene in ihrem Verantwortungsbereich vorkam und wie man damit umgegangen ist. Die Kongregation möchte mit dieser unabhängigen Studie eine Grundlage für die Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit erhalten, Verantwortung übernehmen und Betroffenen Gehör verschaffen. Die Ergebnisse der Studie sollen außerdem dazu beitragen, Schutzkonzepte und Präventionsmaßnahmen zu verbessern. Ausführlichere Infos sowie Antworten auf häufige Fragen finden Sie hier. Im Frühjahr 2026 hat das ZI Mannheim einen Zwischenbericht vorgelegt. Dieser schildert in erster Linie den Aufbau,
Armut hat viele Gesichter: Ausstellung und Gottesdienst in Oberzell
Wie erleben Mädchen und Frauen Armut? Welche Erfahrungen prägen ihren Alltag? Eine Ausstellung in der Oberzeller Klosterkirche gibt ihren Sichtweisen Raum. Vom 9. bis 23. November 2026 sind dort Gemälde, persönliche Texte sowie Fotografien aus dem Projekt „Mit anderen Augen“ über wohnungslose Menschen in Würzburg zu sehen. Mit der Ausstellung und mit einem Gottesdienst am Sonntag, 15. November, um 9 Uhr beteiligen sich die Oberzeller Franziskanerinnen an der weltweiten franziskanischen Woche der Armen. Anlässlich des 800. Todestages des heiligen Franziskus haben die Verantwortlichen der franziskanischen Ordensfamilie weltweit dazu aufgerufen, ab dem 9. November Menschen in Armut besondere Aufmerksamkeit zu schenken.
Professjubiläum: Sr. Margit Herold feiert 40 Jahre Ordenszugehörigkeit
Mit einem festlichen Gottesdienst haben die Oberzeller Franziskanerinnen am 3. Oktober das 40-jährige Professjubiläum von Sr. Margit Herold gefeiert. Gemeinsam mit Mitschwestern und vielen Gästen blickte sie auf vier Jahrzehnte gelebte Berufung zurück. Den Gottesdienst zelebrierte Prof. Dr. Stephan E. Müller, begleitet von Domvikar Peter Göttke und Diakon Karl Leierseder sowie dem Hausgeistlichen Oberstudienrat Achim Wenzel und Pfarrer Gerold Postler. Für die festliche Musik sorgten Christoph Preiß an der Orgel und Sr. Regina Grehl. „Vieles in meinem Leben war Fügung“, sagt Sr. Margit im Rückblick. Die Gemeinschaft und ihren besonderen Auftrag lernte sie bereits vor ihrem Ordenseintritt kennen: bei ihrer
Franziskus, Glaube und das Leben: Sr. Katharina im Gespräch
Was hat Franz von Assisi den Menschen heute zu sagen? Wie prägen seine Gedanken das Leben einer Franziskanerin? Und was haben Mut und Verletzlichkeit miteinander zu tun? Zum 800. Todestag des Heiligen war Sr. Katharina Ganz in verschiedenen Interviews und Podcasts zu Gast. Die Gespräche laden dazu ein, Franziskus neu kennenzulernen und über Fragen nachzudenken, die bis heute aktuell sind. Am Abend des 3. Oktober 1226 starb Franz von Assisi. Die franziskanische Familie erinnert daran mit dem „Transitus“, seinem Übergang vom Leben zum Tod. 800 Jahre später bewegen seine Haltung und sein Wirken noch immer viele Menschen. Auch für die
Tag der Verbundenheit: Oberzell ist mehr als ein Punkt auf der Landkarte
Auf der digitalen Landkarte ist Oberzell nur ein kleiner roter Punkt. Zu diesem Bild führte Pfarrer Andreas Kneitz die Besucherinnen und Besucher beim Schöpfungsgottesdienst als er fragte, wer ein Handy bei sich habe. Viele Hände gingen nach oben. Dann bat er die Gottesdienstgemeinde, Oberzell in der Kartenapp zu suchen. Doch Oberzell, so machte er in seiner Predigt deutlich, sei weit mehr als dieser Punkt auf dem Bildschirm. Für viele Menschen ist der Ort mit Erinnerungen, Begegnungen, Glauben und einem Stück Heimat verbunden. Und Oberzell sei nicht nur hier in Zell am Main, sondern überall dort, wo Menschen eine Verbindung zu
Wir trauern um Sr. Damaris Englert
Am 20. September 2026 verstarb sehr plötzlich Schwester Damaris Englert. Elisabeth wurde am 24. Mai 1938 in Neuhütten im Landkreis Main-Spessart als viertes Kind ihrer Eltern Arnold und Josefine geboren. Nach der Volkschule in Neuhütten arbeitete sie ab 1952 in einer Radiofabrik in Wiesthal und besuchte die hauswirtschaftliche Berufsschule in Lohr. Im Juni 1957 trat sie in die Gemeinschaft ein und besuchte das Kindergärtnerinnenseminar in St. Hildegard, ebenso erlernte sie in dieser Zeit das Orgel spielen. Bei der Einkleidung 1960 erhielt sie den Namen Schwester Maria Damaris und feierte nach dem zweijährigen Noviziat am 5. Mai ihre Erstprofess. Von 1962-1987